Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1293: Richtig atmen um in die Entspannung zu kommen

Atme im Jetzt!

Fortsetzung von Tag 1292: Unvermittelt kam in uns auch die Frage auf, was die Gegend, in der wir uns befanden als Nationalpark auszeichnete, wenn es doch keinerlei Einschränkungen oder Schutzcharakter gab. Die Waldflächen wurden abgeholzt wie überall sonst auch, in den Seen gab es industrielle Aquakulturen, man konnte nahezu überall bauen und alles wurde von einem dichten Straßennetz durchzogen. Was also war nun der Vorteil des Parks? Der Umstand, dass wir tagsüber keine Minute Stille mehr finden konnten, ging jedoch weit über das normal erklärbare hinaus. Es war, als würden wir durch eine Komposition des Lärms wandern, die man extra für uns zusammengestellt hatte. Sobald die Hauptstraße verschwand, tauchten Traktoren, Rasenmäher oder Rodungsfahrzeuge auf. Wenn es auch die nicht gab, rauschte ein Fluss neben uns, der Wind heulte auf oder der Regen prasselte laut aufs Blätterdach. Es schien als würde das Universum wirklich alle Register ziehen, damit wir immer irgendeine Art von Störgeräusch um uns herum haben. Teilweise kamen dabei sogar Situationen zustande, die so abstrakt waren, dass wir sie kaum glauben konnten. Gestern beispielsweise kamen wir nach rund 20km das erste Mal von der Hauptstraße weg. Genau in dem Moment, als die Fahrgeräusche verklungen waren, hörten wir die Rotorblätter eines Helikopters. Zunächst dachten wir uns nichts dabei, aber dann tauchte plötzlich ein großer, militärischer Bananenhubschrauber neben uns auf. Er flog in einem Abstand von gerade einmal 60 Metern an uns vorbei und flog so tief im Tal, dass er sich direkt auf unserer Augenhöhe befand. Seine Tür war offen und ein Soldat schaute heraus, die Uzi im Anschlag. So flogen sie an uns vorbei und waren wenige Sekunden später wieder verschwunden. So wenig nachvollziehbar das Lärmkonzert und das vollständige Ausbleiben von Entspannung und Gemütlichkeit auf der physischen Ebene ist, so eindeutig ist es auf der geistigen. Das was sich dahinter verbirgt ist letztlich nichts anderes, als eine Lernaufgabe um einen Einstieg in die spirituelle Praxis u finden. Für Heiko ist der Triggerpunkt dabei vor allem der Lärm. Aus den Illusionsfilmen in seiner Vergangenheit hat er gelernt, dass Lärm die Ursache von Tinnitus ist. Dies ist tatsächlich nicht der Fall, zumindest nicht bei Heiko. Der Lärm selbst löst überhaupt nichts aus und ist in der Regel ja nicht einmal real. Doch sobald es zu lange zu laut wird, steigt in Heiko die Angst vor neuen inneren Geräuschen auf, da er diese Verbindung ja noch aus den Illusionen heraus kennt. Und mit Hilfe der Angst produziert er die inneren Geräusche dann selbst. Es ist genau wie bei mir und den Nadelstichen. Wenn es mir gelang, mich zu entspannen und ohne Angst zu sein, merkte ich nicht mehr als eine leichte Berührung auf der Haut. Sobald jedoch die Angst vor dem Schmerz auftauchte, tauchte auch der Schmerz selbst auf uns wurde immer präsenter. Das wiederum steigerte natürlich die Angst und somit gleichzeitig auch wieder die Schmerzintensität. Nicht anders ist es bei Heiko und den Ohrgeräuschen. Die Aufgabe dahinter liegt im Erlernen der Spirituellen Praxis. Das bedeutet nichts anderes, als zu lernen, seinen Fokus vollkommen auf das Hier und Jetzt zu legen und sich nicht von Vergangenheit, Zukunft, Gedanken, Illusionen, Filmen und dergleichen ablenken zu lassen. Je stärker eine Störung wie Schmerz oder Lärm auf uns einwirkt, desto schwieriger ist diese Aufgabe, aber desto mehr Kraft und Heilung liegt auch in ihr. Diese spirituelle Praxis ist das, worum es in jeder Meditation geht: Erkenne, was wirklich wahr ist und lass alles andere verblassen. Am einfachsten geht dies, wenn man sich den eigenen Atem als Konzentrationspunkt nimmt, da dieser immer real und immer im hier und jetzt gegenwärtig ist. Man kann nicht in der Zukunft oder der Vergangenheit atmen, sondern nur im Jetzt. Wenn es einem Gelingt, alle Störfaktoren auszublenden und ganz im gegenwärtigen Realmoment anzukommen, ist man auch ganz mit er eigenen Göttlichkeit verbunden. Man ist vollkommen man selbst und besitzt die Aufmerksamkeit, Fremdeinflüsse zu erkennen und auszuschalten. Dies funktioniert aber nur, wenn man die spirituelle Praxis nicht auf die Meditation beschränkt, sondern auf seinen Alltag anwendet. Vor allem natürlich auf Situationen, die uns stressig und anstrengend erscheinen. Das wir in Sachen Aufmerksamkeit gegenüber Illusionen gerade nicht die besten sind erkennt man auch an der Gesamtsituation in der wir uns befinden. Es ist ja durchaus auffällig, dass seit Shanias Abreise alles drunter und drüber geht. Seit sie weg ist, sind wir noch keinen Tag vor 18:00 Uhr irgendwo angekommen und haben keine Etappe unter 30km zurückgelegt. Wenn es in der gemeinsamen Zeit auch nur annähernd so gewesen wäre, hätten wir keinen einzigen Nadelstich ausführen können. Denn im Moment reicht es nicht einmal, um das Tattoo-Ritual auch nur Revue passieren zu lassen und die Geschehnisse ein bisschen zu reflektieren. Wie kam das? Was war nun plötzlich anders? Am Land konnte es nicht liegen, denn wir waren auch mit Shania in Schottland gewesen. Und der Tourismus erklärte vielleicht, warum es an einigen Orten etwas schwieriger war, aber nicht warum kleine Ortschaften plötzlich ganz tot waren. Wenn wir regelmäßig nach 30 bis 40km einen Schlafplatz bekamen, warum klappte es dann nicht nach 20km? Wenn es doch am Abend immer wieder ruhig wurde, warum dann nicht auch tagsüber? Heiko vermutete es bereits und die Muskeltests bestätigten seine Theorie. Aufgrund unserer eigenen Ängste sank unsere Aufmerksamkeit gegenüber dem Fremdeinfluss so stark, dass nahezu alles um uns herum manipuliert werden konnte. Es war letzlich nichts anderes als der Versuch von Shanias Puppenspieler, uns die erfüllte, gemeinsame Zeit nachträglich noch madig zu machen. „Seht ihr! Es war reines Glück, dass es funktioniert hat! Normalerweise würde es niemals klappen. Für sie wäre es zu anstrengend und du wärst zu genervt, so dass du überhaupt nicht mehr runterkommen und dich auf eine Frau einlassen könntest. Außerdem wäre es doch auf Dauer gar nicht machbar, zu dritt unterwegs zu sein.“ Passend dazu kommen dann noch Versuchungsangebote in Form von anderen Frauen, die plötzlich an allen Ecken und Enden auftauchen und sofort durch Blicke, Lächeln und Körpersprache ihr Interesse an Heiko bekunden. Selbst dann, wenn ihre Freunde oder Ehemänner neben ihnen stehen. Gestern beispielsweise kamen wir an einer jungen, schlanken und adretten Frau vorbei, deren ganzer Ausdruck sagte: „Nimm doch lieber mich! Ich bin reich und wohlhabend und bringe dich dein ganzes Leben lang locker durch, so dass du keine Anstrengungen mehr auf dich nehmen musst. Du könntest es locker und leicht haben und müsstest dich nicht einmal mehr mit deinen Seelenthemen befassen!“ Bei all dem spürt man deutlich, dass wir uns gerade in einer wichtigen Zwischenphase befinden. Alle hatten wir Angst davor, was passieren würde, wenn wir aus den alten Mustern ausbrechen und unsere Gegenspieler damit herausfordern. Solange man im Gefängnis bleibt, beachten einen die Wärter nicht. Als wir angefangen haben an den Gitterstäben zu kratzen, haben wir immer wieder eins auf die Finger bekommen. Nun haben wir die Gitter ganz heraus gerissen und da ist es ja nur logisch, dass und die Gegenspieler nun jeden Stein in den Weg legen, den sie finden können.
 
Spruch des Tages: Atme im Jetzt!
Höhenmeter: 180 m
Tagesetappe: 16 km zu Fuß und ca. 90km per Fähre
Gesamtstrecke: 24.030,27 km
Wetter: Bedeckt aber nicht allzu kalt
Etappenziel: Kirchenzentrum, Armoy, Nordirland
 
Hier könnt ihr uns und unser Projekt unterstützen. Vielen Dank an alle Helfer!

Zuletzt aktualisiert am 2017-12-24 15:39:17

 

 

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