Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1344: Ursachen von Energielosigkeit

Ich bin alles, was existiert.

11.08.2017 Leerer Akku Nachdem wir von unserer Klosterführung zurück auf unsere Zimmer gekehrt waren, wollte ich eigentlich gleich damit beginnen, die neuen Informationen über das Mönchsleben festzuhalten und mich dann an weitere Berichte setzen. Doch es ging nicht. Mein Kopf glühte wie ein Bügeleisen und ich fühlte mich schwach und leer wie ein ausgesaugter Akku. Sobald ich auch nur einen Satz tippen wollte, fielen mir die Augen zu und ich schlief für drei bis zehn Minuten ein. Dabei war es egal, ob ich am Tisch oder auf dem Bett saß, ob ich kniete, hockte oder mich hinstellte. Wenn ich stand schlief ich zwar nicht, fühlte mich aber so schwach, dass ich kaum eine Taste drücken konnte. An so etwas wie Klarheit oder Konzentration in meinem Kopf war ohnehin nicht zu denken. Das Phänomen mit der spontanen und allgegenwärtigen Müdigkeit war nicht neu, wenngleich es nun so akut und extrem war wie nie zuvor. Ich hatte das Gefühl, keinerlei Kontrolle über mich oder meinen Körper zu haben, so als hätte man mich unter Drogen gesetzt oder mit einem psychotoxischen Mittel vergiftet. Gleichzeitig rumorte es in meinem Magen wieder wie verrückt, fast noch schlimmer als am Vortag. Immer wieder bekam ich Magenkrämpfe und mein Bauch blähte sich auf, als wolle er zerplatzen. Gegen 21:30 Uhr besuchte ich Heiko auf seinem Zimmer. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade einmal eine knappe Seite an Tagesbericht zu Papier gebracht, während Heiko gerade an seiner 21. schrieb. Man konnte also ohne schlechtes Gewissen sagen, dass ich nicht ganz auf der Höhe war. Irgendetwas ging in mir vor sich und ich verstand nicht was. Zunächst einmal waren da natürlich die akuten Themen. Meine in letzter Zeit immer mehr aufkochende Wut, die meine Leber zum überschäumen brachte und so mein Magen-Darm-System ins Chaos stürzte. Außerdem hatte ich Fieber und befand mich offenbar in irgendeinem heftigen, körperlichen Umbruchsprozess. Verwirrende Fehlprogrammierungen Gleichzeitig machten diese akuten Verstärker meiner Situation aber auch noch einmal meine chronischen Themen deutlich, mit denen ich schon lange kämpfte, ohne Fortschritte zu machen. Ich hatte immer angenommen, dass meine extreme Müdigkeit mit Schlafmangel zusammen hing, dem ich mich ja immer mal wieder aussetzte. Wäre dies der Fall, hätte es nun mit dem neuen Schlafrhythmus jedoch deutlich besser werden müssen, denn auch wenn ich damit insgesamt nicht mehr stunden Schlaf abbekomme, erholen mich die übrigen jedoch deutlich stärker, so dass ich eigentlich top fit sein müsste. Auch reichen die Erinnerungen an eine konstante Dauermüdigkeit bereits sehr lange zurück, bis weit in die Zeit vor unserer Reise, also in einen Bereich meines Lebens, der faktisch nicht einmal real war. Also muss etwas anderes dahinter stehen. Zunächst fiel mir auf, dass es einen klaren und äußerst unvorteilhaften Zusammenhang, zwischen meiner Konzentration und der Müdigkeit gibt: Je stärker ich mich auf etwas konzentrieren will, desto müder werde ich. Und je mehr ich versuche, einen Fokus zu setzen und meine Absicht auf einen bestimmten Punkt auszurichten, desto mehr zerstreuen sich die Gedanken in meinem Kopf, so dass ich abdrifte und schläfrig werde. Aus irgendeinem Grund gab es hier eine geistige Blockade in mir, die Konzentration automatisch mit Müdigkeit verknüpfte und mich so immer genau dann vollkommen ausknockte, wenn ich versuchte, besonders klar und zielorientiert zu sein. Es ging sogar noch weiter. Die Situation, die wir nun im Außen erlebten, mit all den Widrigkeiten, Zeiträubern und Ablenkungen, die dafür sorgte, dass wir nicht einmal mehr die einfachsten Tagesroutinen einhalten konnten, war ebenfalls nichts anderes als ein Spiegel dieser Fehlschaltung in meinem Kopf. Je klarer und effektiver ich an einem Thema dranbleiben wollte, desto mehr Dinge geschahen, die mich genau davon abhielten. Als ich Heiko davon erzählte und wir einige Austestungen zu dem Thema machten tastete ich mich Stück für Stück an den Kernpunkt heran. Warum hatte ich diese Verknüpfung in mir, die mir das Leben und vor allem meinen Entwicklungsprozess so schwer machte? Wechsel zwischen Menschbewusstsein und Gottbewusstsein Zunächst einmal hatte ich das Problem, dass ich noch immer versuchte aus meinem beschränkten Mesnchsein heraus einen Fokus zu finden, anstatt aus dem allbewusstsein heraus. Ich versuchte meine Konzentration krampfhaft oder im Kampf aufzubauen, anstatt ins Vertrauen zu kommen, es fließen zu lassen, zu wissen, dass ich als göttliches Wesen immer konzentriert und aufmerksam bin. Ich bin die Konzentration und muss sie nicht erreichen. Leider ist das viel leichter gesagt, als getan, den faktisch habe ich keine Ahnung was das bedeutet, und was ich nun mit dieser Information anfangen soll. Ich merke nur, dass ich Dauermüde bin und auch schon wieder beim Schreiben von diesem Text ständig einschlafe, dass mit die Zeit durch die Finger rinnt wie Wasser durch ein Sieb und dass ich ständig abgelenkt und aufgehalten werde und keine Ahnung habe, was ich dagegen tun soll. Dennoch half mit das Gespräch zumindest die Hintergründe ein bisschen besser zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, warum ich an dem Punkt stehe, an dem ich stehe. Diese ganze Thematik mit Langsamkeit, auf der Stelle treten, keinen Fokus halten und nichts lernen zu können ist genau mein zentrales Lebensthema, bzw. das Thema mit dem ich überhaupt ins Leben komme. Am Anfang von dem, was wir „Leben“ nennen, werden wir durch den Verwirrer zunächst einmal möglichst weit von unserem Sein weggebracht, damit wir dann durch das wiedererkennen unserer Selbst die Liebe möglichst stark ausdehnen können. (Genaueres dazu findet ihr im Artikel Alles ist eins) Um dies zu erreichen gibt es immer wieder die gleiche Strategie, die sich in unterschiedlichen Formen bei allen Menschen wiederfinden lässt. Man bekommt die Illusion vorgespielt, dass einem eine bestimmte Sache sehr leicht fällt und man sie gut kann, ohne etwas dafür tun zu müssen. Doch anstatt das dieses Talent oder diese Gabe dazu führt, dass man Freude, Leichtigkeit und Glück im Leben erfährt, wird sie mit unangenehmen, negativen Erfahrungen und Gefühlen verknüpft. Obwohl man hier gut ist, bekommt man keine Anerkennung, Dankbarkeit oder Wertschätzung dafür, sondern Ablehnung, Leid und Zurückweisung. Bei Shania war dies unter anderem die Kunst der Verführung und das Ausleben ihrer Weiblichkeit. In den Illusionsfilmen, zu beginn ihres Lebens bekam sie gezeigt, dass sie ohne etwas dafür tun zu können anziehend und verführerisch auf Männer wirkte und dass sie eine natürliche, feminine und gleichzeitig geheimnisvolle Präsenz hatte, die ihr Sein wiederspiegelte. Dadurch konnte sie unter anderem auch mit Leichtigkeit als Messehostess arbeiten und bekam ohne jede Anstrengung Geld dafür, dass sie einfach nur da war und zumeist noch Spaß haben durfte. Doch zur gleichen Zeit war dies immer auch mit Schmerz und Leid verbunden. Ihre freunde unterdrückten sie, machten sie runter und schränkten sie ein, sie rutschte in die Drogensucht ab, erlebte Prostitution und Vergewaltigung und sammelte dadurch so viele Negativassoziationen, dass sie ihr Sein schließlich vollkommen vergrub und ablegte. Dann kam der Punkt, an dem sie aus den Illusionsfilmen ins Realleben überging und hier wirkten sich nun die zuvor verknüpften Negativassoziationen so aus, dass sie das genaue Gegenteil erlebte. Alles was zuvor leicht und locker war, wurde nun plötzlich schwer und anstrengend. Um auch nur die Voraussetzungen für eine weibliche Präsenz zu erschaffen, wurden nun eine ganze Reihe von Wandlungsschritten nötig, die zum Teil mit Schmerzen, Kosten und hohem Aufwand verbunden waren. Dadurch musste sie nun einen Job bei einer Versicherungsagentur annehmen, der sie zwang, Tag für Tag in einem Großraumbüro an einem winzigen Schreibtisch zu sitzen und hunderte von Telefonate zu führen, was sie nicht selten in den Wahnsinn trieb. Alles von dem, was sie in den Filmen als einfach und fluschig, dafür aber Leidbringend gezeigt bekommen hatte, war nun also plötzlich schwer, anstrengend und hart, gleichzeitig aber auch der Schlüssel in die Freiheit. Nicht anders war es auch bei mir. Meine Verknüpfungspunkte lagen im Bereich Lernen, Verstehen, Wissen und logisches Denken. Glaubte ich meinen Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit, dann war ich stets der Musterschüler, der mit Leichtigkeit durch den Schulalltag tänzelte, ohne sich je für eine Prüfung anstrengen zu müssen. Der Unterrichtsstoff floss geradezu in mein Hirn und wurde sofort behalten, verarbeitet und umgesetzt. Ich verstand Dinge so schnell und leicht, dass ich meinen Mitschülern Nachhilfe gab, die den Stoff gemeinsam mit mir, vom gleichen Lehrer erklärt bekamen. Ich war also stets einer der Schlausten und Intelligentesten Menschen in meiner Umgebung. Und doch brachte mir dies keinerlei Vorteile. Im Gegenteil. Ich wurde gehänselt, gemobbt und ausgegrenzt. Ich war der Streber, den niemand mochte, gerade weil er schlau war und der daher stets versucht war, seine Leistungen und seine Fähigkeiten herunter zu spielen und hinter dem Berg zu halten. Selbst von Seiten der Eltern gab es kein Lob und keine Anerkennung für positive Leistungen in diesem Bereich. Es war ja normal, dass ich gute Noten heim brachte, warum also hätte man dies großartig erwähnen sollen? Die erste Frage, die sich aufdrängt, wenn man auf diese Erinnerungen zurückblickt lautet: „Kann dies real gewesen sein?“ Wenn doch alles Liebe ist und somit auch alles auf Wachstum und Entwicklung ausgerichtet ist, wieso sollte einen das Leben dann gerade dafür bestrafen, dass man seine Talente lebt? Wie würde dies zu der Aussage passen, dass einem das Leben stets genau die Hinweise schickt, die man braucht, um sein Darma zu finden und um auf seinem Lebensweg weiter voranzukommen? Das passt nicht zusammen. Jede Form von Leid ist eine Illusion. Jede Form von Negativität ist eine Illusion, da alles, was existiert nur der Ausdehnung der Liebe dient. Somit kann dieser Tobias Krüger, an den ich mich da erinnere nicht real gewesen sein. Er ist nicht mehr, als eine Filmschauspielrolle, die ich gezeigt bekommen habe, um mich genau von den Punkten wegzubringen, die meinem wahren, göttlichen Sein entsprechen. Der erste Punkt, an dem ich gerade festhake ist also der, dass ich meine Tobias-Rolle noch immer als real ansehe und mich daher selbst für einen von allem getrennten Menschen halte. Selbst wenn es mir hin und wieder gelingt, das alte Loszulassen und zu erkennen, dass Tobias eine Illusion und tot ist, dann tausche ich dabei diese alte Rolle lediglich gegen die neue des Franz ein, der in meinen Augen aber noch immer ein von allem getrennter Mensch ist. Und hier ist nun der Knackpunkt: Warum glaube ich, dass ich ein getrenntes Einzelwesen bin, das sich alleine seinen Weg durchs leben kämpfen muss? Komplett kann ich die Frage leider noch immer nicht beantworten, aber ein wichtiger Grund ist, dass ich stets alles nur aus meiner Perspektive sehe. Mir fehlt es an Empathie. Auch dies ist so eine Eigenschaft, die mir in den Filmen immer als etwas Leichtes verkauft wurde, das mir jedoch keinen Vorteil einbrachte. Früher glaubte ich, mich in alles und jeden hineinversetzen zu können, ohne mich dafür auch nur im Geringsten anstrengen zu müssen. Doch ging es dabei immer nur darum, die Harmonie zu waren und mich selbst noch besser anpassen und verbiegen zu können. Heute fällt es mir schwer, auch nur die oberflächlichsten Hinweise auf das Seelengeflecht eines anderen Menschen oder Wesens zu sehen. Es fühlt sich an, als wäre ich in dieser einen Perspektive gefangen oder eingerostet, so dass ich nicht mehr hin und her wechseln kann. Doch gerade das ist wichtig um zu erkennen, dass man eben kein einzelnes, getrenntes Wesen ist. Ich bin nicht nur Franz, der durch Irland wandert und sich über die lauten Straßen und die kläffenden Hunde ärgert. Ich bin auch die Autos, die an mir vorbeirauschen. Ich bin der Asphalt mit den groben Steinen darin. Ich bin der Hund, der gelangweilt im Regen unter dem Dachvorstand liegt und sich darüber freut, dass endlich jemand vorbeikommt, an dem er mit lautem Bellen seinen Frust ablassen kann. Ich bin auch der Regen, der Frust und der Dachüberstand. Vor allem aber bin ich derjenige, der all dies erschaffen hat. Warum also ärgere ich mich die ganze Zeit überall die Dinge, dich ich zuvor selbst habe entstehen lassen? Meine Aufgabe ist also, wieder zwischen den Perspektiven hin und her zu wechseln, um zu erkennen, dass alles ein uns das selbe ist und um das „Menschsein“ aufzulösen. Wie ich das genau anstelle weiß ich noch nicht, aber ich hatte heute zumindest schon einmal einen Geistesblitz, der mich auf eine alte Technik brachte, mit der ich den Perspektivenwechsel üben kann. Bei meinem Wildnismentoring gab es immer wieder das Thema „Shadowing“, als eines der wichtigsten Lernwerkzeuge überhaupt. Auch in unserem Buch „Die natürliche Heilkraft der Bäume“ spielte es eine wichtige Rolle und doch habe ich nun noch einmal das Gefühl, es auf eine völlig neue Weise verstanden zu haben. Bislang dachte ich immer, dass es darum ging, ein anderes Wesen zu imitieren um von ihm zu lernen, um nachfühlen zu können, was es fühlt, und um zu verstehen, warum es so ist, wie es ist. Das ist natürlich auch ein wichtiger Teil davon, aber der Punkt um den es eigentlich geht ist, zu erkennen, dass man das andere Wesen ist. Es gibt keinen Unterschied zwischen ihm und uns. Wir sind eins.
 
Spruch des Tages: Ich bin alles, was existiert.
Höhenmeter. 90 m
Tagesetappe: 35 km
Gesamtstrecke: 25.379,27 km
Wetter: windig, aber trocken und leicht sonnig
Etappenziel: Ehemaliges Pfarrhaus, Montreuil-Juigné, Frankreich

Zuletzt aktualisiert am 2018-02-26 09:27:48

 

 

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