Entwicklungsreise: Reisetagebuch nach Jahren

Tagebuch einer Entwicklungsreise

Es heißt: “Der kürzeste Weg zu sich selbst, führt einmal um die Erde!”
Als Heiko Gärtner diesen Satz zum ersten Mal hörte, brannte er sich in sein Gehirn wie ein Brandeisen. Er zweifelte keinen Moment daran, dass es stimmte und augenblicklich war ihm klar, dass er eines Tages zu einer Reise aufbrechen würde, die nicht nur eine Weltreise, sondern vor allen Dingen eine Entwicklungsreise sein würde.
Bis es dann schließlich so weit war, sollten noch mehrere Jahre vergehen. Auch diese Jahre waren in gewissermaßen eine Reise und sie steckten voller Entwicklungen und Wandlungen.
Doch im Nachhinein betrachtet, waren sie vor allem eine wichtige Vorbereitung für die ganz große Reise des Lebens, die Heiko am ersten Januar 2014 in Angriff nehmen sollte.

Alles ist eine Frage der Perspektive

Reisen verändern das Bewusstsein. Dabei ist es egal, wie klein oder groß die Reise auch sein mag. Wer Gewohntes verlässt, um Neues zu entdecken, der erweitert damit ganz automatisch weine Wahrnehmung und seine Denkweise. Alte Vorstellungen, Konzepte und Theorien über die Welt müssen über Bord geworfen oder zumindest hinterfragt werden, da plötzlich neue Eindrücke auf einen zu kommen.
Dinge, die klar, ewig und unumstößlich erschienen, entpuppen sich plötzlich als naive Vorstellungen oder vage Ideen, weil man nun eine gänzlich andere Sichtweise einnimmt. Fast all unsere Konzepte, die wir im Laufe unseres Lebens über die Welt und uns selbst erstellen, erstellen wir aus einer bestimmten Perspektive heraus. Solange wir an einem Ort bleiben und diese Perspektive beibehalten, wirken die Konzepte so, als wären sie die unumstößliche Wahrheit. Bewegen wir uns jedoch in ein neues Umfeld, lernen andere Menschen, Tiere, Kulturen, Länder und Lebensweisen kennen, verschiebt sich auch automatisch unsere Perspektive.
Ein Fluss sieht vom Ufer her vielleicht wie ein unüberwindbares Hindernis aus. Von einem Boot auf dem Wasser betrachtet hingegen ist er eine Straße, die mich vielleicht genau an mein Ziel führt.

Reisen heilt, aber Heilung kann schmerzen…

Wer sich auf eine große Entwicklungsreise begeben will, der sollte sich zunächst einmal bewusst darüber werden, wie stark die Veränderungen werden können. Nicht alles davon ist angenehm. Jeder Mensch hat Leichen im Keller, jeder hat Ängste, Schattenseiten, Blockaden und Traumata, mit denen er sich nicht gerne beschäftigt. Reisen heilt nicht dadurch, dass man all seine Probleme hinter sich lässt und vollkommen unbefangen und frei in eine neue Welt aufbricht.
Viel mehr zwingt es einen, die offenen Lebensthemen, die man Zuhause stets so gerne verdrängt hat, offen anzupacken, ihnen ins Auge zu sehen und sich ihnen zu stellen. Eine Entwicklungsreise führt dazu, dass Themen, denen man Zuhause stets ausweichen konnte, plötzlich eine Präsenz bekommen, die einen zwingt, sich mit ihnen auseinander zu setzten und sie aufzuarbeiten.

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Auf einer Reise entwickelt man sich schneller

Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der man lernt und sich entwickelt, um ein vielfaches, aber natürlich ist das nicht immer angenehm. Im Gegenteil! Oft hat man das Gefühl, dass es die Reise ist, die einem plötzlich so viel Kummer, Schmerz und Probleme bereitet. Wie kann es sein, dass man nun frei ist, tun kann, was immer einem gefällt und an den schönsten Orten dieser Welt lebt, dabei aber trotzdem unglücklich, unzufrieden, wütend, traurig oder enttäuscht ist? Wie kann es sein, dass man reicher beschenkt wird, als je zuvor in seinem Leben, dafür aber einfach keine Dankbarkeit empfinden kann, egal wie sehr man dies auch möchte?
Heiko Gärtners großes Abenteurer

Die Dinge wahrnehmen, wie sie sind

Der Grund dafür ist einfach. Durch die Entwicklungsreise öffnen sich die Sinne.
Man nimmt nun alles Schöne, Angenehme und Faszinierende deutlich mehr wahr, aber natürlich auch alles Hässliche, Schmerzhafte und Verschreckende. Heiko Gärtner erinnert sich beispielsweise an unzählige Situationen, in denen er zum Essen in ein Restaurant oder zum Übernachten in ein Hotel eingeladen wurde.
Darunter waren viele Orte, die ihn vor der Reise zum Jubeln gebracht hätten, doch nun, da er sensibler geworden war, konnte er sie nicht mehr annehmen. Es war zu laut, zu stressig, zu viel negative Stimmung oder ähnliches. Lauter Faktoren, die tatsächlich dazu führten, dass der Platz ungesund war und ihm nicht guttat, die er zuvor jedoch nicht wahrgenommen oder zumindest bewusst verdrängt hätte.

Alles wird präsenter

Das gleiche, das für die äußere Wahrnehmung gilt, gilt natürlich auch für die innere Wahrnehmung. Alles wird klarer, präsenter, intensiver. Jede Freude, aber auch jeder Schmerz.
So hart das am Anfang auch oft sein mag, so lernt man doch mit der Zeit, die Dinge einfach viel mehr so zu sehen, wie sie sind, ohne sie dabei stets auch gleichzeitig bewerten zu müssen. Eine Situation, die zunächst wie etwas Grauenhaftes und Schreckliches wirkt, kann sich im nächsten Moment als größtes Geschenk erweisen und andersherum.

Das Ziel einer Entwicklungsreise ist die Reise selbst

Die alte Weisheit “der Weg ist das Ziel” gehört wahrscheinlich zu den meist zitierten Sätzen der Welt. Und doch gibt es kaum einen, der wirklich weiß, was es bedeutet.
Denn bei einer Entwicklungsreise geht es darum, im Prozess anzukommen und sich dort heimisch zu fühlen. Es geht darum, zufrieden damit zu sein, dass man noch einen riesigen Berg unbewältigter Probleme und Traumata vor sich hat, die angeschaut und gelöst werden wollen.
Es bedeutet, annehmen zu können, dass man nicht weiß, ob man jemals an einem Ziel ankommen wird und trotzdem immer wieder einen neuen Schritt zu machen. Hingabe, Geduld und die Fähigkeit, loslassen zu können waren die wichtigsten Eigenschaften, die Heiko Gärtner auf seiner Reise gelernt und verinnerlicht hat.
Reiseinformationen

Tagebuch einer Entwicklungsreise

Wenn Sie selbst eine Entwicklungsreise machen oder tiefer in das Thema einsteigen und verstehen wollen, was solch eine Reise mit einem Menschen macht und wie Reisen einen verändert, dann werfen Sie am besten einmal einen Blick in das Reisetagebuch der Lebensabenteurer.

Hier haben Heiko Gärtner und Franz Bujor über sieben Jahre hinweg jeden Tag all ihre Entwicklungsschritte, Ihre Erfolge und Erkenntnisse, aber auch ihre Ängste, Rückschritte und Misserfolge niedergeschrieben.

Es ist ein Tagebuch, das wahrheitsgemäß die Entwicklungsreise zweier Männer wiedergibt und doch ist es wie ein Abenteuerroman, den man permanent weiterlesen will, um zu erfahren, wie es ausgeht. Eine Geschichte voller Hoffnung, Enttäuschung, Freundschaft, Abenteuer und großen Gefühlen.
Eine Geschichte, die das Leben schrieb und die noch lange nicht zu Ende ist.

Zu Fuß um die Welt: Eine Entwicklungsreise über 7 Jahre

Wenn Sie bereits einen ersten Eindruck von dem bekommen wollen, was Sie im Reisetagebuch von Heiko Gärtner und Franz Bujor erwartet, dann schauen Sie sich am besten den Trailer an.

Viel Spaß und eine gute Reise!