Expeditionsleiter Heiko Gärtner

Ist Expeditionsleiter ein Traum-Beruf?

Ferne Länder bereisen, aufregende Abenteuer erleben, Höhlen erforschen, auf Foto-Safari gehen, Berge besteigen, einsame Inseln mit dem Segelboot besuchen, sich von Klippen abseilen, mit dem Kanu durch den Urwald paddeln und mit all dem auch noch Geld verdienen…

Ist das nicht die Beschreibung eines absoluten Traumjobs?
Für Heiko Gärtner jedenfalls war sie es und so träumte er schon als Kind davon, eines Tages einmal als Expeditionsleiter arbeiten zu können. Er wartete gar nicht erst, bis er erwachsen war, sondern startete die ersten Expeditionen direkt von seinem Kinderzimmer aus. Natürlich noch nicht in ferne Länder, aber zumindest schonmal in entfernte und ihm unbekannte Bereiche des eigenen Heimatortes.

Wie wird man Expeditionsleiter?

Auch wenn mit zunehmendem Alter die Alltagsverpflichtungen zunahmen und die Streifzüge in den Wäldern seltener wurden, ging Heikos Interesse an Abenteuern und Expeditionen niemals verloren. Als es schließlich Zeit war, die Schule zu verlassen und einen Ausbildungsberuf zu finden, stand die Frage “Wie werde ich Expeditionsleiter?” ganz oben auf seiner Liste. Doch die Frage war nicht so leicht zu beantworten, denn leider ist Expeditionsleiter kein Ausbildungsberuf, den man lernen kann, wie Tischler, Anwalt oder Lokomotivführer. Expeditionsleiter ist viel mehr ein Beruf, den man ergreift, wenn man sich auf verschiedenen Wegen eine ganze Reihe von Qualifikationen selbst angeeignet hat. Das war Heiko Gärtner zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht klar und so durchforstete er vergeblich die Kataloge mit möglichen Berufen, die er vom Berufsinformationscenter bekommen hatte.

Expeditionen in alle Welt

Ernüchtert von der offenbar aussichtslosen Suche, ergriff er schließlich doch einen Beruf, der ihm einen ganz normalen Weg in der Gesellschaft verheißen würde. Doch auch dies konnte natürlich den Hunger nach Abenteuer in seinem Herzen nicht zum Erliegen bringen.

Im Gegenteil:
Das, was zuvor ein Traum-Beruf war, wurde nun eine Freizeitbeschäftigung. Denn mit dem Geld, das er jetzt verdiente, konnte er es sich leisten, an Expeditionen in aller Welt teilzunehmen. Das war natürlich nicht dasselbe, aber es ging bereits in die richtige Richtung.
Er durfte nun den kanadischen Busch mit dem Kanu durchqueren, Vulkane und heiße Quellen auf Island erkunden und sich auf die Suche nach längst verschollenen Tempeln in Thailand machen.
Expeditionsmobil

Ausbildung zum Expeditionsleiter

Dabei lernte er aber nicht nur fremde Länder, andersartige Kulturen und unberührte Natur kennen, sondern auch erfahrene Expeditionsleiter, die bereits seit vielen Jahren in genau dem Beruf tätig waren, den er sich zu erlernen wünschte.
So konnte er erstmals herausfinden, was es bedeutete, ein Expeditionsleiter zu werden und welche Ausbildungen es in dem Bereich tatsächlich zu absolvieren gab.

In den kommenden Jahren machte Heiko Gärtner sämtliche Ausbildungen, die er benötigte, um schließlich doch noch Expeditionsleiter werden zu können. Er begann mit einem Intensivstudium in Natur und Landschaftspflege und einer Ausbildung zum Nationalparkranger im Bayrischen Wald, welche er als Jahrgangsbester bestand. Anschließend folgten eine Ausbildung zum Berg- und Höhlenretter, Fortbildungen zum Kletterführer, Kanu- und Bogen-Guide und ein intensives Training im Bereich Wildnis, Mentoring, Survival, Bushcraft und Outdoor-Erste-Hilfe. Er schulte sich in Fährtenkunde, Tierfotografie und Selbstverteidigung und absolvierte zudem verschiedene Seminare im Bereich Coaching, Kommunikation und Mentaltraining.
Aber auch Muskeltraining, Fitness und Sport standen auf dem Ausbildungsprogramm, denn ein Expeditionsleiter muss stets körperlich fit sein und auch das fit Halten auf Reisen, darf für ihn kein Problem sein.
Damit war er nun gewappnet, nicht nur in unwegsamem Gelände zurechtzukommen, sondern auch Gruppen zu leiten und Menschen aus Gefahrensituationen zu befreien.
Tierflüsterer

Praxiserfahrung sammeln

Dennoch fühlte er sich noch immer nicht dazu bereit, echte Expeditionen in ferne Länder und unwirtliche Gebiete zu leiten. Es fehlte ihm an der nötigen Praxiserfahrung, dessen war er sich bewusst.
Und er wollte auf keinen Fall blauäugig und zu leichtfertig an die Sache herangehen, wodurch er sich selbst und andere in große Gefahr gebracht hätte.
Also begann er klein und sammelte zunächst Erfahrungen mit unberechenbaren Wildtieren in einer Greifenwarte. Hier durfte er mit Gänsegeiern, Seeadlern und anderen Großgreifen arbeiten, die sich unmöglich zähmen lassen. Auch nach Jahren in Gefangenschaft und in engstem Kontakt mit Menschen lassen sie sich nicht bändigen. Ihr Freiheitsdrang erlischt niemals und man muss stets auf der Hut sein, dass sie einem nicht doch in den Rücken fallen.

Expeditionsleiter werden

Gleichzeitig begann Heiko ehrenamtlich als Berg- und Höhlenretter zu arbeiten und konnte so nicht nur Leben retten, sondern auch seine Fähigkeiten als Höhlenkletterer und Bergsteiger weiter ausbauen.
Und dann war es schließlich soweit! Er war nun bereit, selbst seine ersten Expeditionen zu leiten. Zunächst war er noch als Assistent oder Sicherheitsbeauftragter bei den Expeditionen anderer Expeditionsleiter dabei, doch bald schon übernahm er selbst die Führung. Neben Neuseeland und Kanada wurde dabei vor allem Island zu seinem Hauptterritorium.
Hier führte er nun Gruppen zu den aufregendsten Plätzen der Insel. Er zeigte ihnen atemberaubende Wasserfälle, einzigartige Gletscher und die faszinierenden heißen Quellen. Er leitete sie an, auf einer Vogelsafari die seltenen Vogelarten zu beobachten, die die einzigartige Insel zu bieten hat und führte sie sogar in Eishöhlen, zu unterirdischen Seen und sogar an den Rand von aktiven Vulkanen.

Expeditionen ins Unbekannte

Aber nicht nur nach Island führten ihn seine Expeditionsreisen, sondern auch in andere Regionen der Welt, die zum Teil nur wenig bis gar nicht erforscht waren. In Alaska durchquerte er ein Gebiet, das rund viermal so groß war wie Deutschland, in dem aber keine Menschenseele wohnte.

Auf Neuseeland ließ er sich mit einem Helikopter mitten im Urwald aussetzen, um dann von dort aus wieder zurück ans Meer und schließlich wieder in die Zivilisation zu finden.

Er besuchte Naturvölker, um von ihnen zu lernen, noch tiefer in den Kreislauf der Natur eintauchen zu können und verbrachte schließlich Monate in den Wäldern Polens und der Ukraine.
Survivalreisen

Ist Expeditionsleiter ein Traum-Beruf?

Für eine gewisse Zeit hatte Heiko dabei das Gefühl, am Ende seiner Reise angekommen zu sein. Er hatte nun als Expeditionsleiter den Beruf, den er sich als Kind immer gewünscht hatte. Dennoch spürte er, dass es da noch mehr gab. Natürlich machte es ihm Spaß, sein Wissen als Mentor und Guide an die Expeditionsteilnehmer weiterzugeben, aber er spürte auch, dass dies nur ein Teil war. Es trieb ihn wieder weiter. In andere, unbekannte Gefilde, von denen er wusste, dass er keinen Expeditionsteilnehmer mit dorthin nehmen konnte.
So wurde aus dem Expeditionsleiter schließlich ein Forscher und Abenteurer, der seine eigenen Expeditionen in alle Welt organisierte und auch in Zukunft noch organisieren wird.
So entsteht unter seiner Leitung gerade eines der größten Expeditionsmobile, die es aktuell gibt. Damit an seiner Seite will er einmal jedes Land der Erde durchwandern. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, drücken Sie einfach den roten Button.

Impressionen: Ein Leben als Expeditionsleiter

Wenn Sie bereits einen ersten Eindruck von dem bekommen wollen, was Sie das Leben als Expeditionsleiter ausmacht, dann schauen Sie sich am besten den Trailer an.

Viel Spaß und eine gute Reise!